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Einsatzart: SchneelastInfo
Kurzbericht: Infos zur Schneeentfernung auf Dächern durch die Feuerwehr
Einsatzort: Gnadenwald
Alarmierung FF Gnadenwald :

am 13.01.2019 um 16:32 Uhr

Einsatzbericht:

 

Infos zur Schneeentfernung auf Dächern durch die Feuerwehr:

 

Es ist die Aufgabe des Hausbesitzers über die Tragfähigkeit, sprich höchst zulässige Schneelast für sein Haus sowie Mängel oder Fehlbauten selbst Bescheid zu wissen bzw. sich - bevor weitere Schritte gesetzt werden - mit einem Statiker, Zimmermann oder sonstige in Verbindung zu setzen. 

Da es heuer sehr früh zu so viel Schnee gekommen ist, sollte auch daran gedacht werden in den ruhigeren Wetterphasen das Dach abzuschöpfen bzw. die vor stehenden Wechten am Dach zu entfernen, falls nötig. Nähere Erklärung der Vorgehensweise in Bezug auf die FF Gnadenwald siehe unten.

 

 

Jedes Mal auf ein Dach steigen birgt ein gewisses Risiko, auch wenn man noch so vorsichtig ist – siehe den schwerverletzten im Tiroler Unterland sowie Absam und den Toten in Salzburg.

 

Es ist nicht die Aufgabe der Feuerwehr die Tragfähigkeit eines Hauses zu beurteilen. Es ist uns schon bewusst, wenn man die Feuerwehr beim Dach abschöpfen sieht, dass man sich natürlich Gedanken bzw. Sorgen macht – aber jedes Haus ist anders!

Bitte ziehen sie bei Unsicherheiten einen Statiker zur Beratung bei.

 

Prinzipiell gilt seit 2006 laut Norm eine Last von 3,80 kN/m² auf 850 Meter Seehöhe in Gnadenwald. Die Jahre zuvor variierte die Schneelastberechnung - meist war sie niedriger angesetzt. Ob bei Ihrem Haus die Norm eingehalten wurde und wie hoch diese tatsächlich ist, können wir nicht beurteilen und das ist auch nicht unsere Aufgabe.

 

Hier die aktuellen Schneelastmesswerte für Gnadenwald zur Orientierung, gemessen nach den vorgegeben Standards auf einem ebenen Feld:

 

04.02.2019: Feld nähe FFHaus:  265 kg pro Quadratmeter.

 

Eine Messung der tatsächlichen Schneelast direkt bei Ihnen kann unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! beauftragt werden – dort können auch die Kosten für eine solche Messung angefragt werden.

 

 

 

Anweisung des Landesfeuerwehrverbandes:

 

 

Auszug aus dem Schreiben des LFV und Zusatzinfos der FF Gnadenwald:

 

 ·  Das Entfernen von Schnee, Eisplatten sowie Eiszapfen von Dächern liegt in der Verantwortung des Hausbesitzers. Wenn der Hausbesitzer dies nicht selbst erledigen kann, hat er sich primär an eine dafür geeignete Firma (Dachdecker, Spenglerei, Zimmerei,…) zu wenden. Die Feuerwehr tritt nicht in Konkurrenz zu privaten Firmen auf. Bei Gefahr im Verzug (Eisplatten, Eiszapfen und Dachlawinen) hat der Hausbesitzer den Gefahrenbereich abzusichern und durch ein Schild auf die Gefahr hinzuweisen.

 

  • Verdacht auf Gefahr im Verzug:

In diesem Fall ist (Anm.: vom Hausbesitzer) über die Gemeinde die fachliche Einschätzung eines Statikers einzuholen. Dieser hat zu beurteilen, ob es sich um Gefahr im Verzug handelt. Diese fachliche Einschätzung ist nicht Kompetenz der Feuerwehr. Erhält dann die Feuerwehr von der Gemeinde den behördlichen Auftrag tätig zu werden, sind solche Einsätze verrechnungsfrei. Auch bei diesen Einsätzen steht die Sicherheit an erster Stelle. Eine ohnehin stark beanspruchte Dachkonstruktion durch Feuerwehrmitglieder zusätzlich zu belasten, muss in Hinblick auf die Sicherungsmöglichkeiten gut durchdacht sein!

 

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  • Vorsorgliches Abschöpfen des Daches: Wenn der Hausbesitzer keine Fachfirma erreicht (Anm.: Nachweislich mit welchen Firmen versucht wurde Kontakt auf zu nehmen) kann bei der Feuerwehr für einen Arbeitseinsatz angesucht werden. Dieser ist aber nicht dringend zu erledigen  da es sich um vorsorgliche Maßnahmen handelt und kann bis auf weiteres auf die nächsten Tage aufgeteilt werden. Der Feuerwehr ist auch vorbehalten diese Einsätze nicht anzunehmen so wie jede Fachfirma das auch machen kann, bzw. erfolgen solche Arbeiten nur nach Verfügbarkeit der Einsatzkräfte und mit vorheriger Abklärung der vorhandenen Gefahren. Der Arbeitseinsatz wird gemäß Tarifordnung verrechnet. Kosten laut Tarifordnung der Tiroler Feuerwehren: pro Mann und angefangener Stunde 24 Euro + Zusatzkosten für z.B. Kran, Leiter, Sicherungsmaterial….

 

 Wir helfen gerne wo wir können, auch nachdem wir von der Arbeit nach Hause gekommen sind oder uns extra für solche Ereignisse Urlaub nehmen - Wenn Gefahr und Not am Mann/Frau ist - So haben WIR es gelobt. Doch nicht zu vergessen - WIR sind kein Hausmeisterservice! Danke für Ihr Verständnis!

 

SchneelastInfo vom 13.01.2019  |  (C) FF Gnadenwald (2019)
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